| "Zum Beispiel
Reto Latscha, wenn er über die immer drängendere Musik des Ensembles
den Untergang des Luxusdampfers 'Titanic' heraufbeschwört. In Latschas
Darstellung stehen alle Sprach- und Sprechebenen bis zum panischen Ausruf
'Unterschieds'-los nebeneinander und beziehen daraus ihre Unmittelbarkeit
(Körperlichkeit). "Die Musik ist so facettenreich,
wie ihre Mitglieder. Das Spiel zwischen sechs geistig behinderten und
den drei nichtbehinderten Musikern nimmt das Publikum mit auf eine Reise
durch verschiedene Klangwelten. Wer 'Die Einweicher' sieht, ist mitgerissen,
berührt und erstaunt." "Die Einweicher"
sind eine "normale" Band - die "normal" verbildete
Seh- und Hörgewohnheiten erst recht in Frage stellt. "...Man staunt
an ihrem Konzert in der Kaserne über die rhythmischen Fertigkeiten,
über die Intensität der Gesänge, über die berührenden
dramaturgischen Elemente. Das gleichberechtigte Spiel zwischen behinderten
und nichtbehinderten Musikernbleibt hier nicht schönfärberische
Schwärmerei. (
) "...
Das Projekt ist nicht Therapie, sondern Bandarbeit. Nemitz hat die Gabe,
die Individualität jedes einzelnen Mitspielers zu fördern und
aus dieser Persönlichkeit dann auch Stücke für die Solisten
entstehen zu lassen. Stücke und Interpreten, die keineswegs den Vergleich
mit 'normalen' Kunstschaffenden scheuen müssen. Im Gegenteil: Mancher
Profi könnte sich glücklich schätzen, wenn er mit so einer
Hingabe und mit einer derartigen Ausstrahlung spielen könnte, wie
die 14 Musiker auf der Bühne."
"...
Et le résultat est des plus surprenants et des plus insolites.
Dans le bon sens du terme, évidemment. Leur style est cependant
indéfinissable, tant il ne correspond à aucun de certains
critères préétablis. On retrouve tout de mêêquelques
éléments empruntés aux rhythmes africains ou à
la chanson française des années cinquante..." |