"Zum Beispiel Reto Latscha, wenn er über die immer drängendere Musik des Ensembles den Untergang des Luxusdampfers 'Titanic' heraufbeschwört. In Latschas Darstellung stehen alle Sprach- und Sprechebenen bis zum panischen Ausruf 'Unterschieds'-los nebeneinander und beziehen daraus ihre Unmittelbarkeit (Körperlichkeit).
Oder das Paar Christian Trachsel und Patricia Foltzer. Er der Rocker mit der Stromgitarre, sie ein 'Gesamtkunstwerk von Geige, Gesang und Tanz' (…) Zierlichkeit und Adrenalin-Anmassung verwischen hier ebenso wie Zuschreibungen von Geschlechtlichkeit.
Und dann Bettina Lips mit ihren wundersamen Texten, immer wieder beglückend. (…)"
Mittellandzeitung, 05.04.08

"Die Musik ist so facettenreich, wie ihre Mitglieder. Das Spiel zwischen sechs geistig behinderten und den drei nichtbehinderten Musikern nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch verschiedene Klangwelten. Wer 'Die Einweicher' sieht, ist mitgerissen, berührt und erstaunt."
Baslerstab, Ildiko Hunyadi, Baslerstab 26.06.06

"Die Einweicher" sind eine "normale" Band - die "normal" verbildete Seh- und Hörgewohnheiten erst recht in Frage stellt.
Basellandschaftliche Zeitung, Urs Grether, 03.07.06

"...Man staunt an ihrem Konzert in der Kaserne über die rhythmischen Fertigkeiten, über die Intensität der Gesänge, über die berührenden dramaturgischen Elemente. Das gleichberechtigte Spiel zwischen behinderten und nichtbehinderten Musikernbleibt hier nicht schönfärberische Schwärmerei. (…)
Da wird gar nicht erst versucht, möglichst nahe an die Standards von Pop zu kommen. Die Stücke der Einweicher wirken urtümlich, lautmalerisch und stark assoziativ, die Gesänge benutzen kaum Worte und transportieren durch Intensität und Hingabe mehr Ausdruckskraft, als es Texte vermögen."
Basler Zeitung, Andreas Schneiter, 23.11.04

"... Das Projekt ist nicht Therapie, sondern Bandarbeit. Nemitz hat die Gabe, die Individualität jedes einzelnen Mitspielers zu fördern und aus dieser Persönlichkeit dann auch Stücke für die Solisten entstehen zu lassen. Stücke und Interpreten, die keineswegs den Vergleich mit 'normalen' Kunstschaffenden scheuen müssen. Im Gegenteil: Mancher Profi könnte sich glücklich schätzen, wenn er mit so einer Hingabe und mit einer derartigen Ausstrahlung spielen könnte, wie die 14 Musiker auf der Bühne."
Basellandschaftliche Zeitung, 06.05.03


"Das gleichberechtigte Miteinander der 'mehr oder weniger Behinderten' bleibt freilich keine Behauptung. Nie ging es darum, die Beiträge der geistig Behinderten an die gnädig gerührte Distanz der Zuschauer auszuliefern. (...)
Dann hat die unerhörte Würde dieses Konzerts das 'geübte', 'kritische' Zuhören beschämt, herausgefordert. Die subversive Fähigkeit der 'Einweicher' hat die Zuhörer auf sich selbst zurückgeworfen."
Basellandschaftliche Zeitung, 26.06.02

"... Et le résultat est des plus surprenants et des plus insolites. Dans le bon sens du terme, évidemment. Leur style est cependant indéfinissable, tant il ne correspond à aucun de certains critères préétablis. On retrouve tout de mêêquelques éléments empruntés aux rhythmes africains ou à la chanson française des années cinquante..."
Le Quotidien Jurassien, 21.04.98